Sie sind hier: Unser Garten
Zurück zu: Dies und Das
Allgemein: Kalender Kontakt Chat Gästebuch English Impressum

Suchen nach:

Unser Garten

So fing alles an

So langsam werden unsere Kinder älter und der Platz im Garten muss nicht mehr zwangsläufig aus Sport- und Spielrasen sowie Platz für Schaukel und Planschbecken bestehen. Also haben wir 2005 damit begonnen uns für jedes Jahr ein "Projekt" auszusuchen, welches sich mit der Umgestaltung unseres Gartens befasst.

2005 hatten wir bereits den PKW Stellplatz, der aus Rasengittersteinen bestand, erneuert. Die Rasengittersteine waren im Laufe der Jahre zu Unkrautgittersteinen verkommen. Wir haben daher den "Rasen" sowie die Erde aus den Zwischenräumen rausgepult und durch weißen Split ersetzt.

Abbildung: unser Garten im Januar 2005 -

Die Planungen

Im letzten Jahr dann haben wir die Lebensbäume zum Nachbarn hin geopfert und durch einen Zaun ersetzt. Das Problem der Lebensbäume bestand darin, dass sie doch einen nicht unbeträchtlichen Teil des ohnehin nicht gerade großen Grundstückes eingenommen haben. Darüber hinaus haben die Lebensbäume dem Rasen so viel Schatten gespendet, dass dort auch regelmäßiges vertikutieren kaum noch geholfen hat, den Rasen zu erhalten. Statt dessen hat sich das Moos in dem feucht warmen Klima sichtlich wohl gefühlt.

Beim setzen des Zaunes haben wir schon Überlegungen angestellt, was 2007 dran sein könnte und haben schon mal eine kleine Sitzecke mit abgeteilt.

Dieses Jahr dann war eine größere Aktion dran. Nachdem wir mehrere Wochen geplant und gesucht haben, haben wir uns dafür entschieden die Sitzecke selbst zu gestallten. Bei der Suche nach "Ideen" stießen wir bei ebay auf den Pflastermacher. Der Gärtner Blog hat uns dann die letzte Gewissheit gegeben, es mit dem "Pflastermacher" zu versuchen.

Wir haben die Planungen dann auf die komplette rechte Hälfte des Gartens ausgedehnt und es nicht bei der Sitzecke belassen. Meine Frau ist dafür verantwortlich, dass die Arbeiten innerhalb kürzester Zeit durchgezogen wurden. Ich wollte es eigentlich ruhiger angehen lassen und mir den ganzen Sommer Zeit dafür nehmen.

Die Vorbereitungen

Zunächst haben wir die alte Grasnabe sowie den Mutterboden etwa 15 Zentimeter tief abgetragen. Dazu war Handarbeit angesagt und unser kleiner Anhänger hat uns wertvolle Dienste geleistet. Die Rasenreste konnten wir auf dem Gelände eines ortsansässigen Containerdienstes gegen eine geringe Gebühr abgeben, den Mutterboden haben wir, wie auf dem Foto zu sehen ist, aufgeschüttet, da wir den Garten in 2 Ebenen anlegen wollten und dafür den Mutterboden noch brauchten.

Das Ausschachten und entsorgen hat ca. 2 Tage in Anspruch genommen.

Abbildung: Tag 1 - Mutterboden abtragen -

Anschließend kam die erste Materiallieferung. Sie bestand aus ca. 4 Kubikmeter Estrichsand und 25 Säcken Weißzement. Damit wurde der Bereich bis auf ca. 4 Zentimeter unterhalb der fertigen Höhe aufgefüllt, verdichtet und anschließend alles abgezogen. Auch die spätere Stufe von ca. 20 Zentimeter zwischen dem unteren und dem oberen Teil des Gartens war jetzt schon grob eingeplant und ist an dem provisorischen Mäuerchen zu erahnen.


Abbildung: Tag 3 - auffüllen -

weitere Bilder

Die Vorbereitungen

Jetzt geht's richtig los

Jetzt konnte es richtig losgehen. Eine Woche Urlaub in den Osterferien waren geplant, um die Pflasterarbeiten zu erledigen. Wir haben uns dafür entschieden dem Pflaster mit Weißzement und Farbpigmenten einen mediterranen Charakter zu verleihen. Da wir mit den 3 Farben Weiß, Rot und Gelb gearbeitet haben, kam für uns ein Betonmischer nicht in Frage. Wir haben statt dessen die Mischungen in jeweils 3 Speisfässern angesetzt.

Da wir jede Form des Pflastermachers einzeln mit der jeweiligen Farbe befüllen mussten hat es natürlich auch alles etwas länger gedauert. Hinzu kam noch, dass ich mir vorgenommen hatte insgesamt 12 LED-Strahler in die Steine einzubauen. 6 in den Weg und 6 in die eigentliche Sitzfläche. Auf dem nebenstehenden Bild sieht man mich gerade beim Einbau einer dieser Lampen.

Am ersten Tag haben wir auf diese Weise 16 Platten geschafft, was einer Fläche von nur etwa 6 Quadratmetern entspricht.

Abbildung: Tag 4 - 16 Platten -

Ein 25 Kilo Sack Weißzement reicht für etwa 1,5 Platten. Da wir, wegen der 3 Farben, jeweils ca. 2,5 Säcke auf einmal angemischt hatten und vor dem trocknen verarbeiten mussten, dauerte es zu lange, bis wir die Form wieder abnehmen konnten. Der bereits angemischte Beton wurde in den Speisfässern zu schnell hart und war dann nicht mehr zu verarbeiten. Wir haben daher die Form, obwohl laut Hersteller eigentlich nicht nötig, mit billigem Salatöl als Trennmittel bestrichen und das hat sich hervorragend bewährt.

Auf dem nebenstehenden Bild sieht man schon wie es mal werden soll. Auch für die Rundungen haben wir uns nicht an die Vorgabe des Herstellers gehalten. Dessen Empfehlung ist, die Form einfach in die noch nicht ausgehärteten Steine der vorher gelegten Form hineinzudrücken. Viel einfacher und akkurater geht es aber, wenn man die Form einfach nur kurz aufsetzt, damit sich die Konturen abzeichnen, sie dann wieder abnimmt und entlang der Konturen mit einem Messer die noch weichen Steine schneidet.

Am Ende von Tag 5 hatten wir die Platten der unteren Hälfte liegen.

Abbildung: Tag 5 - untere Hälfte -



 Nach oben

Als nächstes haben wir dann erst mal den unteren Teil rundherum befestigt, indem wir die Kanten mit Estrichbeton abgestützt haben.

Nun konnten wir uns dem oberen Teil bzw. zunächst "der Stufe" widmen. Wir haben lange überlegt, wie wir es anstellen, da wir gerne bei dem "Stil" mit 3-farbigen Elementen aus Weißzement geblieben wären, aber in Ermangelung einer geeigneten Form, um sie uns selber gießen zu können, haben wir uns für Granitpalisaden als Abtrennung entschieden. Auch die Granitpalisaden haben wir, wie fast das gesamte Material, bei der Firma Brücker & Schulte in Drevenack bezogen.

Abbildung: Tag 6 - befestigen -

Auf dem nebenstehenden Bild ist die Entstehung der Stufe angedeutet. Die Granitpalisaden passten ganz gut in die Planung, da wir schon einen Brunnen gekauft hatten, der ebenfalls aus 3 Granitsteinen bestand. Die Palisaden haben eine Höhe von ca. 35 cm und sind zu etwa 1/3 im Boden einbetoniert, d.h. die fertige Stufe hat eine Höhe von etwa 23 cm.

Abbildung: Tag 7 - Die Stufe -

weitere Bilder

Die Pflasterei

Jetzt geht's oben weiter

Hier ist ein Bild aus der Nähe, auf welchem man erkennen kann, wie der obere Weg entsteht. Die noch befüllte Form ist nicht gerade angesetzt sondern in einem leichten Winkel, was man besonders an dem roten Stein in der Mitte erkennt. Man sieht auch sehr schön die noch etwas raue Oberfläche der Steine.

Als sie etwas trockener waren, so nach etwa einer Stunde, habe ich sie mit einem Schwamm geglättet. Leider habe ich das nicht von Anfang an gemacht, so dass einige der ersten Steine doch recht uneben sind. Da es aber alles einzelne Steine sind kann man sie problemlos einzeln austauschen, wie bei richtigem Pflaster eben.

Auch auf dem Bild zu erkennen ist die Montage der LED's. Das Kabel war fest mit dem Gehäuse verbunden daher musste ich es vor dem Befüllen der Form von unten durchführen. Ein keiner Holzzylinder im Durchmesser des Lampenkörpers wurde dazu in die Form gesteckt und nachdem der Stein angetrocknet war herausgezogen. Der Holzzylinder war der Länge nach aufgeschlitzt, um das Kabel auch wieder heraus bekommen zu können.

Beim Setzen der Palisaden und der Pflasterung des oberen Weges haben wir es etwas langsamer angehen lassen (wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten). Dafür haben wir 2 Tage gebraucht.

Abbildung: Tag 8 - oberer Weg -

Am Abend des 8. Tages war auch der obere Weg fertig inklusive der seitlichen Befestigung des Weges mit Estrichbeton. Auf dem Foto ist der erste Test aller 12 LED-Lampen zu sehen.

Auch das Becken des Brunnens ist schon eingesetzt.

Abbildung: Tag 8 - erster Test -

weitere Bilder

Das Ende ist nah

Der bisherige Abschluss

Jetzt mache ich einen Sprung zum 11. Tag, an dem wir erst mal fertig waren. In der rechten Hälfte haben wir den Teil des Brunnens großzügig mit weißen Carrara Kies in der Körnung 25 - 40 mm aufgefüllt und das Beet darüber ist mit Pinienrinde abgedeckt. Sowohl unter dem Kies wie auch unter der Pinienrinde haben wir eine spezielle wasserdurchlässige Folie verlegt, um dem Unkraut Einhalt zu gebieten.

Für das kleine Beet zwischen dem neuen Weg und der Sitzecke hatten wir zunächst geplant es mit Kieselsteinen zu füllen und einen kleinen Steingarten daraus zu machen. Es erschien uns dann aber zuviel "Stein" im Garten zu werden. Daher haben wir es auch mit Pinienrinde abgedeckt aber trotzdem mit den geplanten kleinwüchsigen Pflanzen eines Steingartens bepflanzt.

Unser Vorhaben alles selber machen zu wollen haben wir ganz zum Schluss dann doch noch aufgegeben. Wir haben den Rasen nicht selbst gesät, sondern zu Rollrasen gegriffen.

Passende Möbel für die neue Sitzecke haben wir dann schließlich auch noch erworben, so ist jetzt erst mal alles fertig.

Vielleicht abschließend noch ein Wort zu den Kosten der ganzen Aktion. Wir haben zwar auf eine mitlaufende Kalkulation verzichtet und uns auch kein Limit gesetzt, aber alles in allem werden es wohl so um die 1.500,-- bis 2.000,-- Euro gewesen sein.

Die größten Posten waren :
Weißzement, Pflastermacher, Farbpigmente, Rüttelplatte, Werkzeuge : ca. 400,--
Sand, Granitpalisaden, Granitsteine : 300,--
Brunnen, Carrara Kies : 250 ,--
Rollrasen, Pinienrinde, Pflanzen : 150,--
Lampen, Schalter, Kabel : 130,--
Möbel mit allem drum und dran : 300,--
und halt das, was man so jeden zweiten Tag für allen möglichen Kleinkram im Baumarkt lässt.


So sieht's jetzt aus

Das vorläufige Endergebnis

So, jetzt mache ich erst mal Schluss.

erste Eindrücke 2008

Es ist Mai 2008 und wir haben jetzt den ersten Winter hinter uns. Nachdem sich doch ein paar Interessierte per E-Mail oder auch persönlich bei uns gemeldet haben, möchte ich mal ein paar Fotos und Informationen nach dem ersten Winter ins Netz stellen. Das wichtigste vorweg: Der Weg und die Sitzecke haben sich nicht großartig verändert, d.h. es ist nichts kaputt gegangen, die Steine liegen noch an ihrem Platz und auch die Optik hat sich kaum verändert.

Eines muss ich allerdings sagen. Die doch relativ breiten Fugen muss ich mir noch mal vornehmen. Erstens wächst schon jetzt das erste Unkraut durch und zweitens steht von jedem Möbelstück meist irgendein Fuß in einer der Fugen und es kippelt und wackelt irgendwie. Es war vielleicht auch nicht die klügste Entscheidung, dass wir ausgerechnet Stühle mit sehr schlanken Füßen genommen haben.

Die Sitzecke ist auf jeden Fall nicht zu vergleichen mit einer durchgehend gepflasterten Fläche.

Hier noch ein Foto von der Sitzecke nach dem ersten Winter.



Zurück   Nach oben